Wir sind eine christlich-ökumenische Lebensgemeinschaft. Unseren Lebensunterhalt bestreiten wir u.a. durch Teilzeitarbeit außerhalb des Hauses und legen unser Einkommen zusammen. Weitere Menschen teilen als sogenannte Freiwillige für eine Weile unser Leben und arbeiten im Haus mit.
Seit 1996 leben wir zusammen mit geflüchteten Menschen und Migrant*innen in Not in Hamburg-Bramfeld. Wir gehören zur weltweiten Catholic Worker-Bewegung und sind freundschaftlich verbunden mit ähnlichen Gemeinschaften in Europa und den USA.
Vergesst nicht, Gastfreundschaft zu üben, denn auf diese Weise haben einige, ohne es zu wissen, Engel bei sich aufgenommen. (Hebräer 13,2)

(Leben mit) Gastfreundschaft
Das Asylrecht in Deutschland ist seit Jahren stark eingeschränkt. Geflüchtete werden ihrer Rechte beraubt, abgeschoben oder in die Illegalität gedrängt. Für diese Menschen ist unser “Haus der Gastfreundschaft” offen – wir nehmen sie unabhängig von ihrem sozialrechtlichen Status und ohne bürokratische Hürden auf. Sie finden bei uns ein Zuhause auf Zeit, um durchatmen zu können und neue Perspektiven zu entwickeln. So leben Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen unter einem Dach und teilen den Alltag miteinander. Alle helfen im Haushalt, kochen, putzen oder kaufen ein. Wir teilen Freud und Leid, essen gemeinsam, hören einander zu und feiern Feste. Miete, Lebensunterhalt, medizinische Hilfe und Kosten für Rechtsberatung der Mitbewohner*innen werden durch Spenden finanziert.

Leben in Gemeinschaft
Seit 1996 leben wir als christlich-ökumenische Lebensgemeinschaft zusammen mit Geflüchteten und Migrant*innen. Unseren eigenen Lebensunterhalt als Kerngemeinschaft bestreiten wir unter anderem durch Teilzeitarbeit außerhalb des Hauses und legen unsere Einkommen zusammen. Wir bemühen uns, einfach und mit relativ wenig Geld und viel von Geschenktem zu leben. Unsere Entscheidungen in der Gemeinschaft treffen wir per Konsens. Weitere Menschen teilen als sogenannte Freiwillige für eine Weile unser Leben und arbeiten im Haus mit. Wir halten gemeinsame Morgenandachten, feiern offene Hausgottesdienste und denken über Politik und Gesellschaft im Lichte biblischer Texte nach.

Politisch leben und arbeiten
Über die praktische Solidarität mit den Menschen in unserem Haus hinaus engagieren wir uns in der Hamburger Flüchtlingsarbeit. Wir sind vernetzt mit zahlreichen Initiativen, z.B. dem “Café Exil” oder dem Medibüro sowie der Kirchenasylarbeit. Vor der Ausländerbehörde halten wir eine regelmäßige „Mahnwache für ein Bleiberecht“. Jährlich veranstalten wir an Karfreitag einen „Kreuzweg für die Rechte von Geflüchteten“. Wir laden zu thematischen ‘Offenen Abenden’ in unser Haus ein. Vierteljährlich veröffentlichen wir unseren Rundbrief “Brot & Rosen“, den Sie kostenlos beziehen oder über die Internetseite lesen können. Wir treten für Gerechtigkeit, Frieden und den Schutz der Schöpfung ein. Darum beteiligen wir uns an Demonstrationen und gewaltfreien Aktionen gegen die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen und für einen gerechten Frieden.

Mitleben
Immer wieder fragen uns interessierte Menschen, ob und wann sie uns besuchen können. Wir freuen uns sehr über dieses Interesse. Unsere Woche ist so strukturiert, dass das Gemeinschaftsleben vor allem von montags bis freitags stattfindet, während die Wochenenden individueller gestaltet werden. Daher bieten sich Besuche zum Erleben von Brot & Rosen unter der Woche an (bitte zur Terminvereinbarung melden).
Wir bieten für das Mitleben auf Zeit auch die Möglichkeit, einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) bei uns zu absolvieren. Der BFD ist nicht an ein bestimmtes Alter gebunden und kann von 6 bis 12 Monate dauern. Bei Interesse meldet Euch gerne bei uns.
Wir freuen uns auf Euch!
Schutzkonzept
Unser Schutzkonzept sexualisierte Grenzüberschreitungen für das „Haus der Gastfreundschaft“ kann hier gelesen werden.
Das vorrangige Ziel eines Schutzkonzeptes ist es, dass es nicht zu Situationen sexualisierter Grenzüberschreitung kommt (Prävention). Die Grundaussage lautet: „Nein heißt Nein!“ Gleichzeitig ist es wichtig, sich mit Maßnahmen für den „Fall des Falles“ zu beschäftigen (Intervention). Und als Voraussetzung braucht es die Bereitschaft anzuerkennen, dass der “Fall der Fälle” überall geschehen kann, dafür ist u.a. eine Risiko- und Schutzanalyse hilfreich.
Gemeinschaftsleben
Hier gibt es einige Artikel von und über uns, die das Leben bei Brot & Rosen näher bringen können:
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Diakonie als Lebensweise
von Klaus Schmidt / September 1998 Von Bethel zu “Brot und Rosen”, vom Sozialkonzern zur Basisdiakonie. Diakonie heißt Dienen. Jesus als der Dienende ist das Gegenmodell zu einem Herrschaftsverhältnis. Klaus Schmidt ist Mitbegründer und nun Freund der Basisgemeinschaft. Hier beschreibt er seinen persönlichen Weg. weiter



















